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Die Autorin

Gabriella Wollenhaupt, Jahrgang 1952, arbeitet als Fernsehredakteurin in Dortmund. Ihre freche Polizeireporterin Maria Grappa hatte 1993 ihren ersten Auftritt. Seitdem stellte sie zwanzig Mal ihre Schlagfertigkeit unter Beweis.

Zwischendurch wagte die Autorin einen Ausflug in die Historie: Leichentuch und Lumpengeld spielt im Vormärz und steht den Grappa-Krimis in Sachen Witz und Ironie in nichts nach.

Die Personen

Anton Brinkhoff hat seinen letzten Auftritt
Hein Carstens kommt nicht mehr zum Schuss
Boris Gogol macht aus Fischeiern Gold
Kalinka Gogol trifft beim Autofahren
Maria Grappa hat mit jemandem Probleme
Simon Harras treibt es bunt gestrickt
Peter Jansen greift nur ein, wenn nötig
Friedemann Kleist taut erst langsam auf
Priscilla-Anemone Meder weiß, was Frauen fühlen
Kiki Moreno weiß, was Männer brauchen
Poldi behält im Seifenschaum den Überblick
Wayne Pöppelbaum verbrennt sich die Finger
Sarah, Stella, Susi tippen sich die Finger nicht wund
Anneliese Schmitz Backen ist ihre Passion
Adrian Schöderlapp kocht nicht mit Kaviar
Ekaterina Schöderlapp schafft es nicht ins Ziel
Peter Silius geht vor dem Ziel in die Knie
Vanessa nimmt alles irgendwie cool
Wladimir und Nikita spielen Knüppel aus dem Sack

Melone mit Kaviar

Sie benötigen für 4 Personen: zwei kleine Honigmelonen, 130 g Kaviar, 1 Glas Portwein, Eis

Halbieren Sie die Melonen, entfernen Sie die Kerne und stechen Sie mit einem Eisportionierer kleine Bällchen aus dem Fruchtfleisch. Diese geben Sie in eine Schüssel und gießen den Portwein darüber. Das Eis wird zerstoßen und in Glaskelche gefüllt. Darauf setzen Sie dann die Melonenschale. Geben Sie nun das Fruchtfleisch sowie den Portweinsaft darüber und zum Schluss etwas Kaviar obendrauf. Dieses Gericht muss sofort serviert werden!

Rezept aus dem Internet

Igitt!

Ich frage mich echt, wie pervers man sein muss, um so was essen zu können. Man sollte mal bedenken, dass es sich hierbei um Fischeier handelt, und die sind roh. Einfach so werden die gegessen. Was soll das eigentlich? Schmeckt doch eh nur nach Salz oder Meer, und dafür muss dann den Fischen der Bauch aufgeschnitten werden, nur weil ein paar Spinner so was essen müssen? Ich weiß auch gar nicht, was das soll, wenn Leute sagen, dass Kaviar leicht nussig oder so schmeckt. Wenn sie Nüsse essen wollen, dann sollen sie das tun, dazu muss ich nicht dieses Zeug essen. Das muss doch wirklich bei allem Respekt nicht sein.

Gefunden in einem Blog im Netz

Letztes Lächeln

Nicht alles, was sich hinten reimt, ist ein Gedicht. Und nicht jede Frau über siebzig eine harmlose Oma. Ekaterina Schöderlapp ging viele Jahre lang als Oma durch. Das war ihre Stärke.

Auf den Fotos, die ich in ihrer schäbigen Wohnung gefunden hatte, sah sie meiner Großmutter verblüffend ähnlich: faltiger Teint, Truthahnhals, graue Dauerwelle und gütiges Lächeln.

Die letzte Aufnahme von ihr machte der Polizeifotograf. Da sah sie meiner Oma aber nicht mehr ähnlich. Das lag an der Plastiktüte über Ekaterina Schöderlapps Kopf.

Aber der Reihe nach.

»Bitte wenden Sie und fahren Sie in die entgegengesetzte Richtung«, sagte Heike ihren Lieblingssatz.

Spinn nicht, Heike. Wenn ich deinem Rat folge, lande ich in meinem Vorgarten! Zum Glück kannte ich die Gegend um mein Anwesen wie das Innere meiner Handtasche. Ich nahm die Schnellstraße, die vom Süden in den Norden der Stadt führte. Im Tunnel blieb Heikes Stimme stumm. Dann aber rappelte sie sich wieder auf: »Folgen Sie der Straße für drei Kilometer.« Nach dieser Strecke sollte ich rechts abbiegen.

»Sie haben Ihr Ziel erreicht.« Ich parkte meinen Wagen und prüfte die Lage.

Nichts Auffälliges. Das Haus war grau und wirkte verwohnt. Die Außenwand zeigte Risse. In den Treppenstufen, die zu den Mülltonnen neben der Kellertür führten, fehlten Steine. Schlichtbau der späten Fünfziger.

Warum waren die Bullen noch nicht da? Dass ich schneller an einem Tatort war als die Polizei, kam nicht so oft vor. Oder war das Ganze nur ein dummer Scherz?

Dem Haus gegenüber befand sich ein Kiosk. Ein Mann saß fast bewegungslos am Ausguck. Wenn er die letzte halbe Stunde schon da gewesen war, musste er etwas gesehen haben.

»Hallöchen«, sagte ich jovial.

»Wasn?« Müde Augen mit zerplatzten Äderchen richteten ihren Blick auf mich.

Das erste Martinshorn schickte seinen aufgeregten Klang durch die Luft.

»Wie läuft das Geschäft denn so, Meister?«

»Hm.«

Was für eine Plaudertasche!

Die Martinshörner kamen näher. Ich musste mich beeilen.

»Nettes Angebot haben Sie hier«, sagte ich und musterte mit anerkennendem Blick die Lakritzschnecken, die Gummibärchen und den Lidl-Sekt. »Sagen Sie mal: Wohnt gegenüber eine Oma?«

»Oma?«

»Eine Russin«, legte ich nach.

»Russin?«

Kein Zweifel, er war ein Anhänger des Ein-Wort-Satzes. Das machte keinen Sinn. Ich musste in das Haus, bevor der Polizeitross eintraf.

Schnell war ich über die Straße. Kein Risiko eingehend, drückte ich alle Klingelknöpfe. Das Martinshorn war schon ziemlich nah. Ich überflog die Namen – aber nichts Russisches sprang mich an. Eher Türkisches oder Bosnisches. Die einen haben die vielen Üs, die anderen die ICs.

Die Haustür sprang auf. Muffiger Geruch, leicht feucht. Im Halbdunkel des Flures stieß ich gegen einen Rollator. Vor dem Fenster auf halber Treppe fristete ein Ficus benjamini sein elendes Dasein.

Im Hochparterre entdeckte ich eine angelehnte Wohnungstür. Auf dem Schild stand der Name Ekaterina Schöderlapp.

Die Oma wird nicht grad unterm Dach wohnen, dachte ich, und der Vorname ist die russische Version von Katharina.

Auf der Straße quietschten Bremsen. Ich griff nach der kleinen Kamera in meiner Tasche und lief in die Wohnung. Bestialischer Gestank. Große Blumen auf der Tapete, Sofakissen mit Mittelscheitel. Ein teurer Großbildschirm. Ich knipste wild herum. Irgendwas würde ich schon gebrauchen können.

Da war ein zweites Zimmer. Nein! Der Mut verließ mich. Nur einen Blick riskieren. Ich musste am Bad vorbei und sah hinein. In der Wanne und auf den Regalen stapelten sich Kartons. Ich machte ein Foto.

Schritte polterten auf der Treppe. Lieber schnell weg!

Ich rannte zur Tür und riss sie auf.

»Ah, hallo, Frau Grappa!«, sagte Hauptkommissar Anton Brinkhoff.

»Ta-hach auch«, stotterte ich.

»Was führt Sie her?«, fragte er.

Seine Kollegen im Hausflur grinsten.

»Frau Schöderlapp ist eine alte Freundin meiner Frau Mutter«, behauptete ich tapfer. »Ich wollte mal nachsehen, wie es ihr so geht.«

»Aha. Und wie geht es ihr?«

»Ich weiß es nicht.«

Brinkhoff schnupperte. »Dem Geruch nach zu urteilen, nicht besonders gut.«

Er gab seinen Leuten ein Zeichen und sie betraten vorsichtig die Wohnung.

»Also kommen wir mal zum Kern der Sache, Frau Grappa. Was soll das hier?«

»Mich hat jemand angerufen.«

»Aha. Ein Bluthund?«

»Ja.«

»Es wird höchste Zeit, dass unser Funk digital rausgeht«, seufzte der Hauptkommissar. »Dann können die Laien dieser Welt nicht mehr alle Spuren zertrampeln. Und so jemand wie Sie kann sich dumme Lügen sparen.«

»Tut mir echt leid.«

»Das hier ist mein letzter Fall, Frau Grappa. Und den will ich in Ruhe hinter mich bringen.«

»Pension?«

»Genau. Mein Nachfolger steht schon fest. Mit dem werden Sie nicht so viel Freude haben wie mit mir.«

»Wer ist der Typ denn?«

Brinkhoff kam nicht mehr dazu, zu antworten.

»Sie ist im Schlafzimmer«, informierte ein Beamter. »Die Spurensicherung kann kommen. Und ich sag den Quincys Bescheid.«

Vor dem Haus lungerte Wayne Pöppelbaum herum. Er durfte nicht hinter das rot-weiße Flatterband. Er war der Bluthund, der mich darüber informiert hatte, dass in dem Haus etwas los war. Ein Funkspruch, der Nichteingeweihten harmlos vorkommen musste. Die Bullen änderten in schöner Regelmäßigkeit ihre Sprachcodes, aber die freien Polizeifotografen waren trotzdem immer auf dem neuesten Stand.

»Na, Alter«, sprach ich ihn an.

»Wieder ein geiler Tipp, oder?«, frohlockte er. »Was ist da drin los?«

»Die Frau ist tot. Aber gesehen hab ich sie nicht. Hauptkommissar Brinkhoff kam dazwischen.« Dass ich Leichen, besonders die weniger frischen, nicht gern anschauen mochte, ließ ich unerwähnt.

Pöppelbaums Blick fiel auf den Kiosk. »Ich frag den Mann da mal, ob er sich an was erinnern kann.«

»Das kannst du dir schenken«, meinte ich. »Der Typ hängt zwar auf seinem Stuhl, als wär er festgetackert, doch mitgekriegt hat der nichts. Außerdem ist die Oma schon länger tot – dem Geruch nach zu urteilen.«

»Du hast schon gefragt?«

»Sicher. Ich bin ein Profi. Hab meinen kompletten Charme spielen lassen.«

»Na, dann hab ich ja noch beste Chancen«, grinste der Bluthund schief und trollte sich.

Ich blickte ihm nach. Pöppelbaum ging nun auch schon auf die dreißig zu. Den Satanistenlook hatte er ad acta gelegt. Die Seiten seines Schädels waren nicht mehr kahl geschoren und er färbte sich den Pferdeschwanz nicht mehr rabenschwarz. Seine Matte war aschblond und auf Normallänge gestutzt, er trug sogar bräsige Oberhemden und Stoffhosen mit Bügelfalte. Früher stiefelte er wie Nosferatu über die Tatorte, jetzt wirkte er eher wie der stellvertretende Pressesprecher einer Krankenversicherung. Alles hat eben seine Zeit.

Mir fiel ein Gedicht von François Villon ein: O meiner Jugend schöne Zeiten, / so überschäumend freudennah! / Ich merkte nicht, dass sie entgleiten, / und plötzlich war das Alter da. / Sie ist zu Rosse nicht geritten, / zu Fuß gegangen nicht von hier, / die Jugend ist im Flug entglitten / und hinterließ nichts Gutes mir.

Plötzlich stand Brinkhoff neben mir. »Was machen Sie für ein Gesicht, Frau Grappa?«

»Ich dachte gerade über Jugend, Alter und Verfall nach.«

»Das habe ich lange hinter mir«, stellte der Polizist fest. »Nun freue ich mich auf das neue Leben als Pensionär.«

»Schon Pläne?« Ich hatte Wayne Pöppelbaum nicht aus den Augen gelassen. Es war ihm tatsächlich gelungen, die Plaudertasche vom Kiosk in ein Gespräch zu ziehen.

»Als Erstes mache ich eine Kreuzfahrt durchs Chinesische Meer.«

»Wow!«, entfuhr es mir. »So eine ZDF-Traumschiff-Nummer? Essen am Kapitänstisch, Kaviar mit Mutter Beimer am Kamin und Florian Silbereisen als Unterhaltungsgenie?«

»Nee, die Mutter Beimer sieht meiner Ex zu ähnlich. Ich will ja Spaß haben.«

Pöppelbaum beendete das Interview mit dem Kioskfritzen und schlenderte auf uns zu.

»Wer wird denn nun Leiter der Mordkommission?«, fragte ich. »Wird jemand eingeflogen oder wird es jemand aus Ihrer alten Truppe?«

»Nee, nee, Frau Grappa«, wehrte Brinkhoff ab. »So nicht. Sonst steht morgen in der Zeitung, was der Polizeipräsident höchstselbst verkünden will.«

»Informantenschutz. Ich würde mich lieber foltern lassen, als eine Infoquelle preiszugeben!«

»Und was ist, wenn man Ihnen die Mandelhörnchen entzieht?«

»Warum wollen Sie denn noch nach China reisen? Die Foltermethoden haben Sie ja schon drauf. Es wird wirklich Zeit, dass Sie in Pension gehen. Sie kennen mich viel zu gut.«

Pöppelbaum hielt sich abseits, behielt Brinkhoff und mich aber im Blick. Seiner Miene entnahm ich, dass er etwas Interessantes erfahren haben musste.

»Wie sind Sie eigentlich auf die Wohnung hier gekommen?«, fragte ich Brinkhoff.

»Jemand hat Leichengeruch gemeldet.«

»Und dann rückt gleich die Mordkommission in ihrer prominentesten Besetzung an? Nur weil eine Oma nicht mehr zum Kaffeekränzchen schleicht?« Irgendwas stimmte da nicht.

»Fragen bitte an den Oberstaatsanwalt«, hielt sich der Hauptkommissar zurück. »Da kommt er ja gerade.«

Der Königspudel entstieg seinem Dienstwagen. Zottelhaar, das bis über die Augenbrauen reichte, schlechte Zähne, ein Meister des Beamtendeutsch und der geborene Feind aller Journalisten.

»O nee, nicht der«, stöhnte ich.

Brinkhoff ließ mich stehen und steuerte auf den Oberstaatsanwalt zu. Gut, dann konnte ich mit dem Bluthund eine Runde quatschen.

»Wieso redet der Kioskfritze mit dir und mit mir nicht? Ist der schwul?«

Pöppelbaum blieb ernst. »Nicht mehr als ich, schätze ich mal. Er kannte die Alte. Sie hat bei ihm Pfeifentabak gekauft und ab und zu mal Kekse oder so was.«

»Frau Schöderlapp hat Pfeife geraucht?«, fragte ich ungläubig. Es war schon schlimm genug, dass manche Frauen von Brennstäben abhängig waren.

»Wenn ihre Enkelsöhne zu Besuch kamen«, erklärte Pöppelbaum. »Nur dann.«

»Enkelsöhne? Dann waren die das wohl, die bei der Polizei angerufen haben«, grübelte ich.

»Nein, das passt nicht«, widersprach der Bluthund. »Die hätten doch nicht so lange gewartet, bis Oma riecht.«

Der Königspudel war mit wehendem Mantel ins Haus gerauscht. Heute Abend würde er seinen Rotariern wieder etwas aus seinem aufregenden Leben erzählen können.

Ein Spurensicherer wollte an mir vorbeilaufen. Ich kannte ihn – aber aus einem anderen Kontext. Seine Mutter hatte für die letzte Fußballweltmeisterschaft einen Endlosschal gestrickt, was dem Guinnessbuch der Rekorde einen Eintrag wert gewesen war. Ich hatte die Aktion journalistisch begleitet und die Strickliesel prominent ins Blatt gehoben. Jetzt erhielt der Sohn die Chance, sich bei mir zu bedanken.

»Und?«, haute ich ihn an. »Wie geht es Ihrer Mutter? Alles paletti?«

Irgendwie kam ihm mein Antlitz bekannt vor, aber er wusste wohl nicht, wo er mich hinstecken sollte.

»Der Schal«, half ich ihm gnädig auf die Sprünge. »Schal, Fußball-WM und …«

»Frau Grappa!«, strahlte er. »Mutter geht es gut, danke.«

»Nicht alle alten Frauen kommen so gut über die Runden«, sinnierte ich. »Was hat die Schöderlapp denn dahingerafft?«

»Ich darf doch nichts sagen.« Er schaltete seinen Flüstermodus ein.

Mein Blick fiel auf die Kamera an seinem Gürtel. »Sagen nicht, aber zeigen!«

Er nestelte an seinem Gerät. »Ausnahmsweise. Weil Sie es sind«, raunte er.

Hätte uns ein unvoreingenommener Betrachter beobachtet, er hätte Schlimmstes vermutet.

Ich schaute dem Mann aufs Gemächt. Davor hielt er das Ding nämlich in der hohlen Hand. Der Sohn der strickenden Mutter hatte die Kamera aktiviert und zeigte mir, was er im Kasten hatte.

Ekaterina Schöderlapp. Auf dem ersten Bild saß sie in grellbuntem Kittel breitbeinig auf einem Stuhl. Der Oberkörper war nach hinten geneigt. Das Gesicht war nicht zu erkennen, denn es war eine Plastiktüte darübergestülpt worden.

Kein schöner Tod, dachte ich. Du hechelst und hechelst, schmeckst das Plastikzeugs. Und dann bleibt die Luft weg. Deine Lippen kleben an der Folie, versuchen vielleicht, sie aufzubeißen. Irgendwann gibst du auf.

Der Mann blätterte weitere Fotos auf. Die Plastiktüte. Superiore Feinkost – Peter Silius – prangte es rot auf dem Weiß der Tragetasche. Dann die Tote ohne Tüte. Die Augen blutunterlaufen und weit aufgerissen, der Mund zum stummen Schrei geöffnet. Ich schaute weg.

»Und Ihrer Mutter geht es wirklich gut?«, wiederholte ich meine dumme Frage von eben.

»Aber sicher!«, nickte der Sohn.

Ich bat ihn, seine Mutter herzlich zu grüßen, und wandte mich wieder dem Bluthund zu.

»Hat der Kioskmann die beiden Enkelsöhne mal zu Gesicht bekommen?«, fragte ich.

»Nur aus der Ferne. Beschreiben kann er sie nicht.«

»Irgendwie ist das nicht besonders ergiebig heute«, seufzte ich. Ich bat Wayne, die üblichen Fotos zu schießen: Die Spurensicherer in den weißen Overalls, den Sarg, wie er ins Haus getragen wird, und die in den Fenstern liegenden, glotzenden Nachbarn der Toten.

Die hätte ich gern noch ausgefragt, doch der Blaue vor der Tür ließ mich nicht hinein. Der Herr Oberstaatsanwalt verschaffe sich einen ersten Überblick und das mache er gewöhnlich ohne die Medien. Auch gut. Und wenn er sich die Haare aus dem Gesicht schiebt, wird das mit dem Überblick vielleicht sogar gelingen, dachte ich.

Ich beschloss, das Feld noch nicht ganz zu räumen. Die Wohnung passte nicht zu einer harmlosen Oma. Der teure Flachbildschirm und die vielen Kartons im Bad hatten mich stutzig werden lassen.

Ich setzte mich ins Auto und behielt das Haus im Auge. Jetzt brachten sie den Sarg nach unten und schoben ihn in den Leichenwagen, der sofort startete. Fünf Minuten später schafften zwei Männer Plastikbehälter heraus, die oben mit Deckeln verschlossen waren. Ich hielt die Szene im Bild fest. Es folgten die Kartons. Die Polizisten trugen jeweils drei übereinander auf den Armen und verstauten sie im Bullen-Bulli. Plötzlich stolperte einer der Männer. Prompt landete eine Kiste auf dem Boden und platzte. Mehrere Gegenstände fielen heraus und etwas Füllmaterial. Alles wurde hastig wieder eingesammelt. Leider konnte ich nicht erkennen, um was für Gegenstände es sich handelte.

Schließlich erschien der Königspudel, begleitet von Brinkhoff. Die zwei unterhielten sich kurz, dann stieg jeder in seinen Wagen.

Als die Staatsgewalt komplett abgereist war, schlenderte ich zu der Stelle, an der die Sachen aus dem Karton gefallen waren. Grobe Holzwollreste hatten sich im Rinnstein verhakt und da hinten an dem Busch wehten noch einige Fäden.

Ich räumte das Zeug zusammen, entdeckte dabei einen etwas größeren Knubbel und klaubte ihn auf. Darin befand sich noch etwas anderes! Ich fieselte das Zeug auseinander und hielt eine flache runde Dose in der Hand. Caviar Beluga Malossol 50 g.

Die blaue Dose verschwand in den Tiefen meiner Umhängetasche.

Zum Abschluss machte ich noch eine Runde in dem Haus und fragte nach der Oma. Die Leute wussten nicht viel von ihr, fanden sie aber nett, wenngleich zurückhaltend.

Es war schon Mittag, als ich die Redaktion betrat. Mein Mitteilungsbedürfnis ließ mich nach einem Kollegen suchen, dem ich etwas über den Mord im Norden erzählen konnte. Mein Chef Peter Jansen, so erfuhr ich von Sekretärin Stella, sei zu einem Hotel im Westen der Stadt unterwegs.

»Warum das?«, fragte ich.

»Polizeiaktion«, gab Stella knapp Auskunft. Sie behielt nur so viel, wie sie behalten musste.

»Was für eine Aktion?«, fragte ich dennoch.

Wenig überraschend lautete die beleidigte Antwort: »Weiß ich doch nicht.« Schon wandte sie sich wieder ihrem Bildschirm zu und klickte sich weiter durch das Intelligenzspiel Cubis.

Seltsam, dachte ich. An diesem Montag hat die Bierstädter Kripo ja eine Menge zu tun.

Leider meldete sich Jansen nicht an seinem Mobiltelefon. Ich sprach ihm eine Nachricht auf die Mailbox und wählte die Nummer der Polizeipressestelle. Sie bestätigte mir den Fund einer Leiche.

»Die alte Frau Schöderlapp«, meinte ich.

»Die auch. Aber es gibt noch eine. Im Hilton.«

»Zwei Leichen an einem Tag?«

»So ist es. Alles Weitere erfahren Sie …«

»… von der Staatsanwaltschaft«, vervollständigte ich den Satz.

Ich riss die Fenster auf. Es war Sommer, und zwar ein fast subtropischer. In der Nacht regnete es gewöhnlich, am Morgen dampfte die Stadt und bis zum Nachmittag hatten sich die Häuser so aufgeheizt, dass sie zu glühen schienen.

Endlich meldete sich Jansen. »Eine eklige Sache. Im Hilton ist ein Mann mit zertrümmertem Schädel gefunden worden. Und was hast du?«

»Eine Oma mit einer Plastiktüte über dem Kopf. Eine gebürtige Russin – so scheint es. Wer ist der Tote im Hotel?«

»Das erfahren wir gleich. Die Polizei überprüft gerade den PC an der Rezeption. Ich muss Schluss machen, da vorne tut sich was.«

Weg war er.

Beluga und Diavolo

Caviar Beluga Malossol 50 g. Was hatte es mit dem Zeug auf sich? Ich wusste darüber nicht viel – nur, dass es teuer und selten war. Ich hatte die Fischeier vor vielen Jahren probiert – das erste und das letzte Mal. Das war auf einer Schülerparty zur Zeit der Käsespießchen gewesen. Da hatte es auch Toast Hawaii und Kaviar auf Salzkräckern gegeben. Es war eklig, wie sich der Glibber im Mund verflüssigte.

Ich gab den Ausdruck Caviar Beluga Malossol in die Suchmaschine ein. Der Beluga-Kaviar war der teuerste unter den Fischeiersorten. Malossol war die Bezeichnung für ›leicht gesalzen‹. Unter Kennern galt diese Kaviarsorte als besonders delikat.

Ich klickte auf einen Onlineshop, sah die Preise und starrte die Dose mit dem blauen Deckel an. Ihr Inhalt wog fünfzig Gramm und sollte 148 Euro kosten. Der Kilopreis lag bei 2.960 Euro! Falls alle Kartons im Badezimmer der Toten diesen Kaviar enthielten, hatte Ekaterina Schöderlapp ein Vermögen in ihrer Wohnung gehortet.

Peter Silius Feinkost und Kaviar. Das passte zusammen. Ich klickte auf die Homepage von Superiore. Neben Beluga wurden noch zwei weitere Sorten Kaviar angeboten. Osetra und Sevruga hießen die anderen Fischeier.

Peter Silius versicherte höchstpersönlich und mit einem Foto von sich selbst auf seiner Kaviarseite:

Bei unseren Produkten handelt es sich ausschließlich um frischen, echten Stör-Kaviar, der jedoch nicht wilden Stören, sondern Stören aus der Zucht entnommen wurde. Bei der ökologischen Produktion unseres sibirischen oder russischen Stör-Kaviars werden garantiert keine Hormone, Antibiotika oder Wachstumsbeschleuniger eingesetzt. Alle Lieferungen erfolgen immer frisch für Sie abgefüllt – gekühlt angeliefert, mit dokumentierbarem Lieferweg und eingehaltener Kühlkette. Zudem haben Sie die Gewissheit, dass die natürlichen, bereits stark überfischten Störbestände geschützt werden.

Hörte sich ja toll an. Obwohl es den Fischweibchen wohl ziemlich egal ist, ob sie aus dem Meer oder aus einem Zuchtstall stammten, wenn ihnen bei lebendigem Leib der Rogen aus dem Bauch geschnitten wird, dachte ich.

Peter Silius machte auf dem Foto einen seriösen Eindruck. Smart und glatt. Ich sah mir auch die anderen Produkte an, die er verkaufte, und bekam prompt Hunger. Aber statt Gänseleberpastete und Trüffelpasta in den Warenkorb zu legen, rief ich den Pizzaservice an und bestellte eine Diavolo.

Jansen erschien, als ich den Rand der Pizza in der Redaktionsküche entsorgte.

»Der Typ in dem Hotel ist von einem Mann mit einem Baseballschläger regelrecht hingerichtet worden«, erzählte er. »Der Kopf war nur noch eine Masse aus Hirn und gesplitterten Knochen. Hast du mir auch eine Pizza bestellt?«

»Ich kann doch nicht hellsehen. Wer ist der Tote denn nun?«

»Hein Carstens.«

»Und wer ist Hein Carstens?«

»Ein Knipser aus Hamburg.«

»Ein Kollege?«

»Na ja, nicht so ganz. Er war weniger Journalist als Künstler. Prominentenfotograf, aber auch mal Alaska für Geo. Und erotische Fotostrecken beim Stern.«

»Woher weißt du, dass der Mörder ein Typ war?«

»Die Überwachungskamera des Hotels hat es verraten. Ein einzelner, kleiner Mann in Joggingkleidung mit einer länglichen Sporttasche.«

»Was sagen die Bullen?«

»Sie glauben, dass die Tat ein Racheakt war.«

»Für was?«

»Vielleicht hat Carstens ja mal die falsche Frau nackt abgelichtet.« Jansen zuckte die Schultern. »Und deine Oma? Wer hat die auf dem Gewissen?«

»Sag mal, magst du eigentlich Kaviar?«

Mein Chef guckte verdutzt. »Pizza mag ich lieber«, sagte er mit Blick auf die Schachtel.

»Hast du schon mal welchen gegessen?«, blieb ich hartnäckig. »Richtig echten, meine ich. Nicht dieses Zeug von Aldi oder Lidl. Kaviar für einen Kilopreis von – sagen wir mal – 3.000 Euro?«

»Warum sollte ich Fischeier essen, wenn ich schon Fisch nicht mag?«

»Leisten könntest du dir das ja«, meinte ich, auf seine kürzlich gemachte Erbschaft anspielend.

»Es geht nicht ums Können, sondern ums Wollen. Und jetzt verrate endlich, was deine Tote mit Kaviar zu tun hat.«

Ich erklärte es ihm – auch, wie ich die kleine blaue Dose von der Straße aufgesammelt hatte. Anerkennend pfiff er durch die Zähne.

Mit so spärlichen Informationen konnte ich keine fünfzig Zeilen füllen. Also wanderte der Mord an dem Fotokünstler auf die Seite eins und ich bekam dreißig Zeilen auf der drei. Prominenz schlägt Alter.

Ich kochte eine Kanne starken Kaffee und verzog mich, um meinen Artikel zu schreiben. Den Kaviar und die Beschriftung der Plastiktüte würde ich weglassen. Brinkhoff brauchte noch nicht zu wissen, was ich wusste. Pulver verschießt man erst, wenn es trocken ist. Sonst zündet es nicht.

Die Pressemitteilung zum Fall Schöderlapp kam per E-Mail, war lapidar und schmucklos. Kapitalverbrechen zum Nachteil der 78-jährigen Ekaterina S. Der folgende Text enthielt wenig Neues. Kein Wort von der Plastiktüte, nichts über die Beschlagnahme der Fischeier oder darüber, wie die Polizei von dem Mord erfahren hatte.

Pöppelbaum mailte mir seine Fotos. Sie zeigten die Polizeiaktion vor dem Haus. Ich verband meine Kamera mit dem PC und betrachtete die Schnappschüsse, die ich in der Wohnung gemacht hatte. Viele der Bilder waren verwackelt und entschieden zu dunkel. Mit einem Bearbeitungsprogramm holte ich raus, was rauszuholen war, doch Profifotos sahen anders aus. Nur die Kartons im Bad waren einigermaßen gut zu erkennen. Leider hatte ich ihren Abtransport nicht fotografiert, sondern nur die Plastikbehälter.

BRUTALER MORD AN ALTER FRAU titelte ich.

Ekaterina S. (78) ist mit einer Plastiktüte erstickt worden. Die Polizei fand die Leiche der Frau gestern Morgen in ihrer bescheidenen Wohnung in der Schillerstraße. Das Opfer ist russischer Abstammung. Die Nachbarn bezeichnen Frau S. als freundlich und zurückhaltend. Die alte Frau muss ihren Mörder selbst in die Wohnung gelassen haben, denn die Polizei fand keine Einbruchspuren. Die Staatsanwaltschaft sucht jetzt nach Verwandten der Toten und nach Zeugen, die etwas über Frau S. und ihr Umfeld wissen.

Zu mehr reichte es nicht. Ich garnierte noch ein Foto in den Text und schickte ihn Jansen zum Gegenlesen.

Anschließend öffnete ich seinen Artikel über den Mord im Hilton-Hotel:

PROMIFOTOGRAF ERSCHLAGEN – WURDE HEIN CARSTENS IN DIE FALLE GELOCKT?

Der bekannte Promifotograf Hein Carstens (40) ist in einer Suite des Hilton Hotels erschlagen aufgefunden worden. Den bisherigen Ermittlungen zufolge ist der Täter ein Mann und wurde von dem Opfer freiwillig ins Zimmer gelassen. Der Unbekannte prügelte mit einem Baseballschläger auf Carstens ein.

Carstens’ Leiche wurde erst einen Tag später von einem Zimmermädchen entdeckt. Die wertvolle Kameraausrüstung befand sich noch im Raum.

Der Tatverdächtige ist von den Überwachungskameras im Foyer des Hotels aufgenommen worden. Allerdings ist er auf den Bildern wegen einer Baseballmütze und eines vor das Gesicht gehaltenen Mobiltelefons kaum zu erkennen.

Eindeutig die bessere Geschichte, dachte ich. Aber nur heute.

Hein Carstens unterhielt eine prätentiöse Homepage mit etlichen Galerien. Mich interessierten weder die Robbenkolonien auf Neufundland noch die morbide Romantik alter Zechentürme. Auch einer Fotoreportage über die Weinlese in Südafrika konnte ich im Moment nichts abgewinnen.

Erotic – male and female. Das war eindeutig spannender. Ich öffnete die erste Fotoserie: Sexual desire.

Der Begleittext:

Hein Carstens hat sein Model Lola in dem intimsten Moment fotografiert, den es gibt – beim Sex. Die Bilder sind nicht peinlich, kitschig oder stumpf pornografisch, sondern lustvoll und unglaublich erotisch. Das haben wir der respektvollen und liebevollen Annäherung des Fotografen zu verdanken.

Na ja, als Texter war der Herr Carstens wohl eher eine Fehlbesetzung.

Ich schaute mir die Fotos an. Die Frau war jung, brünett und nackt. Und sie fummelte an sich herum.

Das nächste Portfolio trug den verheißungsvollen Titel Woman pure:

Eine nackte Frau auf einer weißen Matratze in einem kargen Raum – sonst nichts? Mehr geht nicht, denn Hein Carstens’ Philosophie heißt ›Reduced to the Max‹. Nichts lenkt ab von der Schönheit und Ästhetik dieser jungen Frau. Eine Offenbarung der Unschuld, nach der wir alle suchen. Model Kiki verkörpert diese Unberührtheit.

Diese Frau war jung, blond und nackt. Und sie fummelte an sich herum.

Aber Hein Carstens hat es irgendwie netter ausgedrückt, gestand ich in diesem Fall ein.

Ich war viel zu prosaisch. Auch in Bezug auf den Kaviar. Das Döschen auf meinem Schreibtisch enthielt Fischeier – sonst nichts. Aber blumig beschrieben machten sie eine Menge mehr her. Ich holte den Text von Superiore Feinkost auf den Schirm:

Die guten Eigenschaften dieses Kaviars erklären die wachsende Beliebtheit des besonderen Geschmacks des Baerii-Störs und seines Kaviars. Der Sibirische Stör, Acipenser baerii, ist einer der herrlichsten Störe. Wie seine Vettern im Kaspischen Meer kann er bis zu drei Meter lang werden und bis zu einigen hundert Kilo schwer. Baerii-Störe erreichen ihre Reife nach acht Jahren und liefern dann unseren klassischen Kaviar.

Der Russe an sich ist gesellig

Ich verließ mein Zimmer. Im Großraumbüro hatte sich eine kleine Runde zusammengefunden. Peter Jansen bastelte am Layout der nächsten Ausgabe des Bierstädter Tageblattes. Stella schäkerte mit Simon Harras, dem Sportreporter. Susi starrte angestrengt auf den Monitor. Sie versuchte, ihr gebrauchtes Korbsofa bei eBay zu versteigern. Noch lag das Gebot bei nur zehn Euro. Im hinteren Teil des Großraumbüros brütete die Kulturredakteurin über der Rezension des Nigel-Kennedy-Konzerts vom Wochenende.

Die bauchfreie Azu-Biene des Verlags saß gelangweilt neben Sarah und schaute ihr bei der Arbeit zu. Vanessa war an mehreren Stellen des Körpers gepierct, und zwar auch an solchen, an die ich bei mir nur Wasser und eine bessere Faltencreme heranlassen würde. Einen kleinen, offenen Ring hatte sie sich durch die rechte Augenbraue gedreht, im Nasenflügel strahlte ein fetter Glasstein und in den Ohrmuschelrändern klirrte es beidseitig.

Simon Harras entdeckte mich und rief: »Ich hole Eis für alle, Grappa! Welche Sorten willst du?«

»Keine«, brummte ich.

»Bist du auf Diät?«

»Hab ich das etwa nötig?«

»Ohne meinen alltours sag ich nichts«, grinste Harras.

Stella und Susi musterten mich und kicherten. Vanessa steckte sich einen Kaugummi in den Mund, der vermutlich zuckerfrei war.

Ich konnte Harras keinen drübergeben, denn mein Handy klingelte.

Es war Wayne Pöppelbaum, der sich vergewissern wollte, dass seine Fotos angekommen seien. Ich beruhigte ihn.

»Hundertfünfzig Euro!«, jubelte Susi durch den Raum.

»Was ist denn bei euch los?«, fragte der Bluthund.

Ich wandte mich von dem Trubel ab. »Susi hat ihr Sofa versteigert. Bei eBay.«

»Das Korbsofa?«

»Ja. Woher kennst du das?«, wunderte ich mich.

»Ach, das war nur so geraten«, meinte Pöppelbaum.

»So, so. Sag mal, der Russe an sich ist ja eigentlich ein geselliger Zeitgenosse. Gibt es in der Stadt ein paar russische Kneipen? Russendiskos? Bars? Puffs?«

»Du willst die Enkel suchen?«

»Auch das. Erkundigst du dich mal?«

»Klaro. Ich melde mich.«

Ich fuhr früh nach Hause. Mein Weg zur Redaktion war länger geworden, seit ich im Süden der Stadt lebte, in einem Haus, das ich mir gerade so eben leisten konnte. In einer Tankstelle erstand ich noch zwei Flaschen Grünen Veltliner. Seitdem die österreichische Weinwirtschaft ihren Glykol-Skandal überstanden hatte, konnte man mit dem Tropfen wohl nichts mehr falsch machen.

Mein Garten war der richtige Ort, den Tag abzuschließen. Die Mücken tanzten im Restlicht. Ich holte die Kühlmanschette, um den Weißen in die richtige Temperatur zu zwingen. Zudem plagte mich schon wieder Hunger. Pasta mit fertiger Soße aus der Dose – mein Standard-Single-Essen seit vielen Jahren. Auch da kann man nicht viel falsch machen.